At first I was afraid, I was petrified
And thinking I could never live without you by my side
But then I spent so many nights just thinking how you did me wrong
and I was strong - I learned how to carry on
Hau endlich ab, da ist die Tür!
Mach, dass du rauskommst, sag, was willst du denn noch hier?
Hast du geglaubt, so ohne Dich könnte ich nicht überstehn
Ich überlebs, ich überlebs ...
Marianne Iser und Thomas Duda sind ein wildes, gefährliches Duo, welches sich »Schneewittchen« nennt. Ganz im Kontext deutscher Märchen und dunkler Todesromantik bilden sie eine Ausnahmeerscheinung in der Deutschen Musikszene.
Ihre Texte sind schwarz, makaber und gnadenlos direkt. Ihr einzigartiger Stil und ihre exzentrische Bühnenshow gestalten jedes Live-Konzert zu einem aufwühlenden Erlebnis.

»Schneewittchen« besteht aus Marianne Iser und Thomas Duda. 1995 trafen sie sich im verschlafenen Hildesheim, wo Thomas noch zur Schule ging und Marianne Theater studierte. Es war wie »gesucht und gefunden«. (M. Iser)
Zunächst traten sie unter ihren eigenen Namen »Marianne Iser & Thomas Duda« auf. Sie gingen in jede Kneipe, in der ein Klavier stand, und spielten, egal ob die Leute wollten oder nicht. Später spielten sie in Altersheimen, Schulen und auf Partys. Schließlich schafften die beiden den Sprung auf Kleinkunstbühnen und heimsten in kürzester Zeit diverse Preise ein.
Von Anfang an irritierten und polarisierten sie ihr Publikum, denn die Lieder handelten vom Scheitern und Mord, von einem monströsen unstillbarem Lebenshunger und der Sehnsucht nach dem Tod. Auch galten deutsche Texte 1995 noch als äußerst peinlich. Einige schlossen Wetten ab, ob die Lieder ernst gemeint sind oder pure Ironie.

Mit den Jahren wurde der Inhalt für Kleinkunstbühnen zu schwer, Marianne Iser zu laut, die Show zu schrill und konfrontierend. Es war unmöglich, sich während eines Konzertes der beiden zurückzulehnen und Speisen und Getränke zu genießen.
Am 03.05.2000 verglich das Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung Marianne Iser mit einem bösen, schrillen »Schneewittchen«. Gesagt, getan. Thomas Duda hat es gefallen, einen Frauennamen als Bandnamen zu wählen, immerhin sah er sich in der Tradition von Bands wie Blondie, Roxette, Sisters of Mercy uvm.
Und schließlich musste der Kleinkunstbereich verlassen werden, also brauchte man auch einen Bandnamen.
»Schneewittchen« haben nie ein Hehl daraus gemacht, dass ihre Wurzeln im rauschhaften französischen Chanson und der deutschen Todesromantik der Schubert- und Schumann-Lieder sowie im Punk zur seiner Entstehungszeit liegen.
Diese drei verschiedenen Musikepochen lassen sich am besten als Vergleich heranziehen, um »Schneewittchens« wilde Mischung aus Inhalt, Pop und Klassik zu erklären.
Heute kennen »Schneewittchen« keine Grenzen. Sie bespielen Opernhäuser, Kirchen, Musikclubs und Theater. Ihr Publikum ist wild gemischt. Zu 17-jährigen Gothic-Girlies gesellen sich Alt-68er, Heavy-Metal-Fans, Opernliebhaber, Frauen, Männer, Transvestiten, Mädchen und Jungs jeglichen Alters. Alle jene die, wie »Schneewittchen«, in keine Schublade passen und passen wollen.
Laudatio des Norddeutschen Rundfunks Hamburg:
"Gewürdigt wird die herausragende Stimmvielfalt von Marianne Iser, mit Intonationen zwischen Klassik und Avantgarde, die unerwartete Klangbilder schafft und über alle Maße begeistert. Verbunden mit ihren eigenen Texten und Kompositionen bietet das Künstlerduo Marianne Iser und Thomas Duda frische, eigene und einzigartige Performances.

Der kubanische Choreograph und Direktor des »ballett magdeburg«, Gonzalo Galguera, war tief beeindruckt, als er »Schneewittchen« 2005 kennen lernte. Durch einen Bekannten auf die Musik aufmerksam gemacht, besuchte der Choreograf schließlich ein Konzert und fand all seine Erwartungen übertroffen. Schnell war ihm klar, dass hier zwei Künstler eine ganz originelle und eigenwillige Ausdrucksform geschaffen hatten ? auf den ersten Blick skurril und schräg, dabei aber mit hohem ästhetischen Anspruch und tiefgründiger Poesie.
Mag die Musik »Schneewittchens« für Ballettpodien sicherlich ungewöhnlich sein, birgt sie doch, so Galguera, großes Potential für den Dialog mit dem Tanz. Marianne Iser und Thomas Duda waren von der Idee einer Zusammenarbeit gleich begeistert, und so tauschte man sich immer wieder aus über Möglichkeiten, die beiden so unterschiedlichen Welten wie Ballett und Konzert zusammenzuführen. »Keine Schmerzen!« war die Uraufführung einer Choreografie, die Gonzalo Galguera mit dem ballett magdeburg zu Musik von »Schneewittchen« entwickelt hat. Das Stück hatte im Opernhaus Magdeburg am 27.01.2007 Premiere.
Hier einige Überschriften aus Zeitungskritiken, sie beschreiben »Schneewittchen« besser als jeder Pressetext.